Marcel Moisseron

8. Mai 1921, Paris – 23. Juli 1943
Der gelernte Heizungs­installateur Marcel Moisseron kommt am 18. Mai 1942 als französischer „Zivil­arbeiter“ nach Deutschland. Bei ADMOS (Allgemeine Deutsche Metall­werke Ober­schöne­weide GmbH) hofft er, in seinem Beruf arbeiten und Geld nach Hause schicken zu können. Statt­dessen werden ihm Reinigungs­arbeiten aufgegeben. Mehrere Versuche, seine Stelle zu wechseln scheitern. Im Juni 1942 erscheint er nicht mehr zur Arbeit und begibt sich mit falschen Papieren auf die Suche nach einer neuen Arbeits­stelle.
Von Juli bis Oktober 1942 beteiligt sich Moisseron mehrfach an Einbruch­dieb­stählen in Kioske auf Berliner Bahnhöfen. Das Sonder­gericht VII bei dem Land­gericht Berlin verurteilt ihn dafür zusammen mit 15 weiteren Zwangs­arbeitern am 12. Mai 1943. Gegen Moisseron und zehn weitere Ange­klagte ergehen Todes­urteile.
Der 22-jährige Marcel Moisseron wird nach der Ab­lehnung seines Gnaden­gesuchs am 23. Juli 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Marcel Moisseron aus dem Strafgefängnis Plötzensee

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 2753/5

Schreiben von Réjane Falck an den Reichsminister der Justiz Dr. Thierack mit der Bitte um Aufschub der Urteilsvollstreckung gegen ihren Onkel Marcel Moisseron, 20. Juli 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2753/13

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Marcel Moisseron, 23. Juli 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2753/5

Sterbeurkunde von Marcel Moisseron vom 24. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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