Pierre Molicard

11. Oktober 1924, Villers-Cotterêts/Aisne – 18. August 1944
Nach der Volksschule besucht Pierre Molicard ein Jahr lang die Mittelschule bevor er eine Lehre zum Dreher absolviert. 1943 wird er als französischer „Zivilarbeiter“ zur Firma Alkett in Berlin-Spandau dienstverpflichtet. Weil er so viel arbeiten muss und ihm kein Urlaub ge­nehmigt wird, gibt Molicard seine Stelle nach 14 Monaten im Februar 1944 auf.
Am 22. Mai 1944 entwendet Molicard einer Frau in der Nähe vom U-Bahnhof Schönleinstraße die Handtasche. Das Sondergericht II bei dem Landgericht Berlin ver­urteilt ihn am 3. August 1944 auf der Grundlage der „Volksschädlingsverordnung“ zum Tode.
Der 19-jährige Pierre Molicard wird nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs am 18. August 1944 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Pierre Molicard

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilstenor des Sondergerichts II bei dem Landgericht Berlin gegen Pierre Molicard und Albert Cuinier, 7. August 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3370/1

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Pierre Molicard, 18. August 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3370/1

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