Wilhelm Moll

5. Juni 1886, Klein Pravtshagen – 21. Dezember 1943
Wilhelm Moll ist nach dem Besuch der Volks­schule zunächst in der Land­wirtschaft und später als Kutscher tätig. Seit 1911 lebt er in Landsberg/Warthe (Gorzów Wielkopolski).
Im November 1943 findet gegen ihn und zwölf weitere Angeklagte ein Prozess vor dem Sondergericht beim Landgericht Frankfurt (Oder) statt. Ihnen wird vorge­­worfen, unter Ausnutzung der Kriegs­verhält­nisse verschiedene Güter – vor allem Kleidung, Lebens­mittel, Zigaretten und Alkohol – aus Eisenbahn­sendungen gestohlen und diese teilweise weitergegeben zu haben. Wilhelm Moll soll die bei der Güter­abfertigung gestohlenen Waren beiseite geschafft und einige Gegen­stände für sich behalten haben.
Er wird am 23. November 1943 gemeinsam mit Otto Röske und Erich Arndt auf der Grund­lage der „Volks­schäd­lings­verordnung” zum Tode verurteilt und am 21. Dezember 1943 im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Wilhelm Moll

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des Sondergerichts Frankfurt/Oder gegen Erich Arndt und andere, 23. November 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Frankfurt/Oder, Nr. 1211

Sterbeurkunde von Wilhelm Moll vom 22. Dezember 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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