Leopold Morawetz


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Leopold Morawetz, 1941
Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Wien
Morawetz gehört von 1927 bis zu deren Verbot 1934 der sozialdemokratischen Jugendorganisation „Rote Falken” als Gruppenführer an und ist ab 1932 Mitglied der Sozial­demokratischen Partei Österreichs und des Republika­nischen Schutzbundes. Schon 1935 wird er deswegen für drei Monate mit Arrest bestraft.
Zwischen Mitte 1939 und August 1940 betätigt sich Morawetz als Funktionär für die verbotene Kommu­nistische Partei Österreichs. Als Bezirksmann in Wien-Meidling ist er an der Verbreitung politischer Druck­schriften und an der Sammlung und Verwaltung von Mitgliedsbei­trägen beteiligt, die der Unterstützung von Angehörigen politischer Gefangener dienen.
Leopold Morawetz wird deswegen vom 5. Senat des „Volksgerichtshofs” am 19. November 1942 wegen „kommunistischen Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 26. Januar 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte Leopold Morawetz
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Leopold Morawetz vom 19. November 1942
Bundesarchiv R 3017/20766
Gnadengesuch der Mutter und der Ehefrau von Leopold Morawetz vom 20. November 1942
Bundesarchiv R 3017/20767
Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils am 26. Januar 1943
Bundesarchiv R 3017/20766
Sterbeurkunde von Leopold Morawetz vom 27. Januar 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

















