Leopold Morawetz

10. September 1914, Wien – 26. Januar 1943
Leopold Morawetz

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Leopold Morawetz, 1941

Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Wien

Leopold Morawetz wird am 10. September 1914 als Sohn eines Kutschers in Wien geboren und erlernt nach dem Schul­besuch das Hand­werk eines Strick­maschinen­mechanikers. Nach dem „Anschluss” Österreichs an das Deutsche Reich 1938 ist er in Wien als Mechaniker­gehilfe tätig und leistet zwischen­zeitlich seinen Wehrdienst in der Wehrmacht.
Morawetz gehört von 1927 bis zu deren Verbot 1934 der sozial­demo­kratischen Jugend­organisation „Rote Falken” als Gruppen­führer an und ist ab 1932 Mitglied der Sozial­demokra­tischen Partei Öster­reichs und des Republika­nischen Schutz­bundes. Schon 1935 wird er deswegen für drei Monate mit Arrest bestraft.
Zwischen Mitte 1939 und August 1940 betätigt sich Morawetz als Funktionär für die verbotene Kommu­nistische Partei Öster­reichs. Als Bezirks­mann in Wien-Meidling ist er an der Verbreitung politischer Druck­schriften und an der Sammlung und Verwaltung von Mitgliedsbei­trägen beteiligt, die der Unter­stützung von Angehörigen politischer Gefangener dienen.
Leopold Morawetz wird deswegen vom 5. Senat des „Volks­gerichtshofs” am 19. November 1942 wegen „kommu­nistischen Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 26. Januar 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte Leopold Morawetz

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Leopold Morawetz vom 19. November 1942

Bundesarchiv R 3017/20766

Gnadengesuch der Mutter und der Ehefrau von Leopold Morawetz vom 20. November 1942

Bundesarchiv R 3017/20767

Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils am 26. Januar 1943

Bundesarchiv R 3017/20766

Sterbeurkunde von Leopold Morawetz vom 27. Januar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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