Ernest Moreau

19. Juni 1915, Verviers – 12. November 1943
Der belgische Sanitäter Ernest Moreau kommt am 7. Juni 1942 als „Zivil­arbeiter“ nach Deutschland, bleibt jedoch ohne feste Anstellung.
Ein Jahr später, am 12. Juni 1943 bricht Moreau zusammen mit einem franzö­sischen Zwangs­arbeiter in vier Bau­buden ein, die zur Besei­tigung von Flieger­schäden in der Kolonie Grune­wald errichtet wurden, und entwendet Arbeits­kleidung und Hand­werkszeug. Einen weiteren Einbruch­diebstahl begehen sie drei Tage später im Keller eines Lebens­mittel­geschäfts in Südende, das nach einem Luftan­griff beschädigt ist.
Das Sonder­gericht VII bei dem Land­gericht Berlin verurteilt Ernest Moreau wegen Dieb­stahls auf der Grund­lage der „Volks­schädlings­verordnung“ zum Tode. Nach der Ablehnung seines Gnaden­gesuchs wird Ernest Moreau am 12. November 1943 im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Ernest Moreau

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3799

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Ernest Moreau, 12. November 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3799/3

Sterbeurkunde von Ernest Moreau vom 13. November 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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