Vilém Mráček
Seit 1938 gehört Vílem Mráček dem böhmisch-mährischen Automobilklub in Prag an, der seine Mitglieder wehrsportlich ausbildet. Vorsitzender ist der Polizeiinspektor Karel Lukeš, der sich nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht der Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) anschließt. Ab November 1939 übernimmt Lukeš auch zusammen mit anderen die Herausgabe der Widerstandszeitschrift „V boj” („In den Kampf”). Vílem Mráček sorgt ab Frühjahr 1940 für die Verbreitung der Zeitschrift unter anderem auf dem Bahnhof Prag-Bubna sowie für die Beschaffung von Papiervorräten.
Der „Volksgerichtshof” verurteilt den Familienvater am 20. Juli 1942 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat, Landesverrats und landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode. Vílem Mráček wird am 5. November 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Vilém Mráček
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Vílem Mráček vom 20. Juli 1942
Bundesarchiv R 3001/146440
Sterbeurkunde von Vilém Mráček vom 6. November 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung


















