Vilém Mráček

23. März 1900, Lobositz (Lovosice) – 5. November 1942
Vílem Mráček lebt nach der Volks­schule von Gelegen­heits­arbeiten. Von 1920 bis 1922 leistet er seinen Militär­dienst in der Tschecho­slowa­kischen Armee, 1924 tritt er in den Dienst der Tschecho­slowa­kischen Staats­bahnen. Nach der Be­set­zung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht ist er als Angestellter der „Protek­torats­bahn” auf dem Bahnhof Prag-Bubna tätig. Seit 1930 ist der Mitglied der Tschecho­­slowa­kischen Sozialde­mo­krati­schen Partei (SPČ).
Seit 1938 gehört Vílem Mráček dem böhmisch-mähri­schen Auto­mobilklub in Prag an, der seine Mit­glieder wehr­sportlich ausbildet. Vorsitzender ist der Polizei­inspektor Karel Lukeš, der sich nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht der Militär­organisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) anschließt. Ab November 1939 übernimmt Lukeš auch zusammen mit anderen die Heraus­gabe der Wider­standszeitschrift „V boj” („In den Kampf”). Vílem Mráček sorgt ab Frühjahr 1940 für die Verbreitung der Zeit­schrift unter anderem auf dem Bahnhof Prag-Bubna sowie für die Beschaf­fung von Papier­vorräten.
Der „Volks­gerichtshof” verurteilt den Familien­vater am 20. Juli 1942 wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat, Landes­verrats und landes­verräterischer Feindbe­güns­tigung” zum Tode. Vílem Mráček wird am 5. November 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Vilém Mráček

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Vílem Mráček vom 20. Juli 1942

Bundesarchiv R 3001/146440

Sterbeurkunde von Vilém Mráček vom 6. November 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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