František Mrkáček

9. November 1920, Prag – 29. Dezember 1943
František Mrkáček wächst als unehe­liches Kind in Prag auf. Im Oktober 1939 kommt er als „Zivil­arbeiter” nach Deutsch­land und arbeitet in den Her­mann-Göring-Werken in Waten­stedt und später in Berlin in einer Munitions­fabrik. Im November 1939 wird er erstmals straf­fällig und 1940 zu sechs Monaten Haft verur­teilt. Im September 1942 begeht er auf Berliner Bahn­höfen drei Koffer­diebstähle.
Nach seiner Mitte Septem­ber 1942 erfolgten Fest­nahme verur­teilt ihn das Sonder­gericht V bei dem Land­gericht Berlin am 21. Januar 1943 wegen „Dieb­stahls im Rück­fall” zu drei Jahren und sechs Monaten Zucht­haus, die er im Zucht­haus Branden­burg-Görden ver­büßt. Anfang März 1943 flüchtet er während eines Trans­ports und zwei Monate später wieder festge­nommen.
František Mrkáček wird ein weiterer Koffer­dieb­stahl zur Last gelegt und am 7. Dezember 1943 vom Sonder­gericht V als „Gewohnheitsverbrecher” auf Grund­lage der „Verord­nung gegen Volks­schädlinge” zum Tode verur­teilt. Sein Gnadengesuch vom 15. Dezember wird nicht mehr zur Kenntnis genommen und František Mrkáček am 29. Dezem­ber 1943 im Alter von 23 Jahren im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Aufnahmemitteilung des Zuchthauses Brandenburg-Görden für František Mrkáček

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 6778

Übersetzung eines Briefs von František Mrkáček an seinen Bruder aus dem Untersuchungsgefängnis Berlin-Moabit vom 6. Januar 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 6778

Bescheid über die Hinrichtung von František Mrkáček, 30. Dezember 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 16676

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