Konstantin Mroczyński

24. Dezember 1911, Lessen/Kreis Graudenz (Łasin/Grudziądz) – 16. April 1943
Konstantin Mroczyński

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Konstantin Mroczynski, 1942

Bundesarchiv R 3017/38860

Konstantin Mroczyński besucht zunächst die deutsche, später die polnische Volks­schule. Danach ist er als Arbeiter in der Land­wirtschaft tätig. Von April 1933 bis September 1934 leistet er seinen Dienst im polnischen Heer. Bis zu seiner Fest­nahme ist er Land­arbeiter in Groß-Thiemau im Kreis Graudenz.
Am 10. März 1942 flieht der britische Kriegs­gefangene George Marshall aus einem Lager in Thorn. Auf seiner Flucht bittet dieser Konstantin Mroczyński um Hilfe. Der Land­arbeiter gewährt dem Entflohenen fünf Wochen Unter­kunft und Verpflegung. Konstantin Mroczyński und fünf weitere polnische Bürger, die dem Kriegs­gefange­nen ebenfalls bei seiner Flucht geholfen haben, werden im Juli und August 1942 festge­nommen und vor dem „Volks­gerichtshof” angeklagt.
Konstantin Mroczyński wird am 12. Februar 1943 vom „Volks­gerichtshof” wegen „landes­verräterischer Feind­begünstigung” zum Tode verurteilt.
Er wird am 16. April 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Konstantin Mroczyński

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Konstantin Mroczyński und andere vom 12. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/38860

Gnadengesuch von Konstantin Mroczyński vom 16. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/38860

Protokoll der Vollstreckung der Todesstrafe an Konstantin Mroczyński vom 16. April 1943

Bundesarchiv R 3017/38860

Sterbeurkunde von Konstantin Mroczyński vom 17. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück