Ewald Mrozek

28. Dezember 1909, Berlin – 1. Oktober 1942
Ewald Mrozek

Erkennungsdienstliches Foto von Ewald Mrozek

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1486/3

Ewald Mrozek besucht eine Dorf­schule am Wohnort seiner Groß­eltern im Kreis Meseritz und hilft diesen anschlie­ßend in der Land­wirtschaft. Später absolviert er eine Lehre als Melker und ist in diesem Beruf in den folgen­den Jahren tätig. Seit seinem 18. Lebens­jahr wird er immer wieder straf­fällig und zu Gefäng­nis- und Zucht­haus­strafen verurteilt. Am 20. August 1941 wird Ewald Mrozek wegen Dieb­stahls zu einer zwei­jährigen Haft­strafe verurteilt, die er im Zucht­haus Branden­burg verbüßt.
Während der Haft lernt er Heinz Eggert kennen, mit dem er aus einer Außen­stelle des Zucht­hauses, in der beide als land­wirt­schaftliche Arbeiter eingesetzt sind, am 27. Februar 1942 flieht. Während sie sich nach Berlin durch­schlagen, brechen die beiden Männer in Garten­lauben und Wochenend­häuser ein, um dort zu über­nachen und stehlen Kleidung und Lebens­mittel. In Berlin trennen sich die Wege von Eggert und Mrozek. Der mittel­lose Mrozek begeht bis zu seiner Fest­nahme am 14. März 1942 weitere Dieb­stähle von Kleidung und Lebens­mitteln.
Gemeinsam mit Heinz Eggert wird er vom Sonder­­gericht V beim Land­gericht Berlin am 3. September 1942 als „gefährlicher Gewohn­heits­verbrecher” zum Tode verurteilt. Ewald Mrozek verstirbt am 1. Oktober 1942 in der Haft im Straf­gefängnis Plötzen­see.

Dokumente

Gefangenenkarte von Ewald Mrozek

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Tenor des Todesurteils gegen Ewald Mrozek, 3. September 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1486

Mitteilung über den Tod von Ewald Mrozek, 1. Oktober 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1486

Sterbeurkunde von Ewald Mrozek vom 1. Oktober 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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