Jean Müh

7. März 1920, Paris – 13. November 1942
Jean Müh

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Jean Müh, Juni 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 2822

Jean Müh dient zu Beginn des Krieges ein Jahr lang in Frank­reichs syrischem Kolonial­heer. Im November 1940 wird er entlassen und kehrt nach Paris zurück. Müh kommt am 6. März 1941 als franzö­sischer „Zivil­arbeiter“ nach Berlin und arbeitet dort in seinem gelernten Beruf als Dreher. Im September 1941 wird er als Monteur in der Radio­abteilung der Firma Telefunken in Berlin-Zehlen­dorf beschäftigt. Wegen einer Erkran­kung kann er im Mai 1942 drei Wochen nicht arbeiten.
Von März bis Juni 1942 beteiligt sich Müh an Dieb­stählen von Post­paketen. Das Sonder­gericht I bei dem Land­gericht Berlin verurteilt ihn dafür am 2. September 1942 auf der Grund­lage der „Volks­schädlings­verordnung“ zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnaden­gesuchs wird der 22-jährige Jean Müh am 13. November 1942 im Straf­gefängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Jean Müh

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Jean Müh vom 14. November 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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