Alfred Müller

28. Juni 1897, Rödlitz/Kreis Glauchau – 21. September 1943
Der aus Sachsen stammende Schlosser Alfred Müller wird im März 1941 bei der Kriegs­marine­werft in Wilhelms­haven dienstverpflichtet. Am 15. August 1943 wird er nach einer Denunziation durch einen Kollegen festge­nommen. Ihm wird vorge­worfen, wieder­holt die Situation der Arbeiter und die Ernäh­rungs­lage in Deutschland kritisiert zu haben. So soll er behauptet haben, dass die Arbeiter in der Sowjet­union dem­gegenüber freie Menschen und gut ernährt seien. Zudem soll er den Bau von U-Booten in Frage gestellt haben, da diese sowieso alle unter­gingen.
Alfred Müller wird am 14. September 1943 vom 1. Senat des „Volks­gerichts­hofs” unter Roland Freisler zum Tode verurteilt. Eine Woche später wird er im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Alfred Müller

Bundesarchiv R 3017/4977

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Alfred Müller, 8. September 1943

Bundesarchiv R 3017/4977

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Alfred Müller, 14. September 1943

Bundesarchiv R 3017/4977

Mitteilung über die Hinrichtung von Alfred Müller, 21. September 1943

Bundesarchiv R 3017/4977

Sterbeurkunde von Alfred Müller vom 22. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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