Franz Müller

17. Oktober 1922, Weipert (Vejprty) – 29. März 1943
Franz Müller

Erkennungsdienstliches Foto von Franz Müller, 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-515-4

Der Sohn eines Strump­fwirkers beginnt zunächst eine kauf­männische Lehre in Weipert (Vejprty), die er aber wieder aufgibt, da Tsche­chisch nicht seine Mutter­spra­che ist, und arbeitet schließlich ebenfalls als Strumpf­wirker. Seit 1936 gehört er dem Kommu­nistischen Deutschen Ju­gend&sh;verband (KJVD) an.
Nach der Annexion des Sudeten­gebiets und der Beset­zung der verblie­benen böhmischen Gebiete durch die Wehr­macht lernt Franz Müller im Herbst 1940 Emil Komann kennen, der ebenfalls mit kommu­nistischen Ideen sympathisiert, und mit dem er sich oft austauscht.
Im Sommer 1941 kann Komann, selbst Gebiets­:leiter in Teplitz (Teplice), ihn schließlich für die Mitarbeit in der seit 1938 verbo­tenen Kommu­nis­tischen Partei der Tsche­choslowakei (KPČ) gewinnen, die auf Wieder­herstellung der Tsche­cho­slowa­kischen Republik zielt. Ab Sep­tember 1941 wirkt Franz Müller als stell­vertre­tender Gebiets­leiter sowie als Verbin­dungs­mann und sorgt unter anderem für die Verbrei­tung von Flug­schriften.
Franz Müller wird am 10. Oktober 1941 festge­nommen und am 23. Oktober 1942 vom „Volksge­richtshof” zu­sammen mit Herta Lindner und vier weiteren Angeklag­ten wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verur­teilt. Franz Müller wird am 29. März 1943 im Alter von 20 Jahren in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Franz Müller

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des Oberreichsanwalts beim „Volksgerichtshof” gegen Franz Müller und andere vom 3. September 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-516-1

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Franz Müller und andere vom 23. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-516-1

Sterbeurkunde von Franz Müller vom 30. März 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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