Franz Müller


Erkennungsdienstliches Foto von Franz Müller, 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-515-4
Nach der Annexion des Sudetengebiets und der Besetzung der verbliebenen böhmischen Gebiete durch die Wehrmacht lernt Franz Müller im Herbst 1940 Emil Komann kennen, der ebenfalls mit kommunistischen Ideen sympathisiert, und mit dem er sich oft austauscht.
Im Sommer 1941 kann Komann, selbst Gebiets­:leiter in Teplitz (Teplice), ihn schließlich für die Mitarbeit in der seit 1938 verbotenen Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KPČ) gewinnen, die auf Wiederherstellung der Tschechoslowakischen Republik zielt. Ab September 1941 wirkt Franz Müller als stellvertretender Gebietsleiter sowie als Verbindungsmann und sorgt unter anderem für die Verbreitung von Flugschriften.
Franz Müller wird am 10. Oktober 1941 festgenommen und am 23. Oktober 1942 vom „Volksgerichtshof” zusammen mit Herta Lindner und vier weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Franz Müller wird am 29. März 1943 im Alter von 20 Jahren in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Franz Müller
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des Oberreichsanwalts beim „Volksgerichtshof” gegen Franz Müller und andere vom 3. September 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-516-1
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Franz Müller und andere vom 23. November 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-516-1
Sterbeurkunde von Franz Müller vom 30. März 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
































