Johann Musielak

4. Juni 1907, Lissa (Leszno) – 29. April 1942
Johann Musielak wird als Sohn eines Kutschers in Lissa in der Provinz Posen geboren. Er besucht die deutsche Volksschule und macht von 1920 bis 1923 eine Aus­bildung zum Weber und Seiler. Er arbeitet einige Jahre in seinem Beruf und ist dann als Bauhilfsarbeiter tätig.
In den Jahren 1928 bis 1930 leistet er seinen Dienst im polnischen Heer und besucht zeitweise eine Unteroffi­ziers­schule. Nach seiner Entlassung ist er von 1932 bis 1938 in einer Fabrik angestellt.
Johann Musielak hat im Auftrag des polnischen Nach­richtendienstes mehrere Reisen nach Deutschland unternommen. Dabei hat er militärisch be­deutsame Informationen gesammelt und an den polni­schen Geheim­dienst weitergegeben. Außerdem hat er verschiedene Kuriertätigkeiten übernommen.
Der 4. Senat des „Volksgerichtshofs” verurteilt Johann Musielak am 15. Januar 1942 wegen „Landes­verrats” zum Tode. Er wird am 29. April 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Johann Musielak

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Musielak vom 4. Juli 1941

Bundesarchiv R 3017/13105

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Musielak vom 15. Januar 1942

Bundesarchiv R 3017/13105

Sterbeurkunde von Johann Musielak vom 29. April 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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