Joseph Musilli

14. November 1921, Lyon – 2. Februar 1944
Joseph Musilli

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Joseph Musilli, Dezember 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 13033

Joseph Musilli besucht bis zum 16. Lebensjahr die Volksschule und macht anschließend eine Lehre zum Automechaniker. Im Herbst 1942 kommt er als französischer „Zivilarbeiter“ nach Deutschland. Musilli arbeitet in verschiedenen Fabriken, zuletzt bei der Firma Schulte-Maschinenbau in Berlin-Heiligensee.
Anfang Dezember 1943 bietet er dem französischen Zwangsarbeiter Georges Berthe an, dessen gefälschte Buttermarken für ihn abzusetzen. Kurz nachdem Musilli versucht, die Marken in seiner Firma zu vertreiben, wird er festgenommen. Bei ihm werden 13 gefälschte Buttermarken gefunden.
Joseph Musilli und Georges Berthe werden am 17. Januar 1944 vom Sondergericht I bei dem Landgericht Berlin wegen „Kriegswirtschaftsverbrechens“ zum Tode verurteilt.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird der 22-jährige Joseph Musilli am 2. Februar 1944 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Joseph Musilli

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 13033

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Joseph Musilli, 2. Februar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 13033

Sterbeurkunde von Joseph Musilli vom 3. Februar 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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