Kasimir Myslinski-Ledwon

4. Mai 1919, Büttgen – 2. Oktober 1942
Kasimir Myslinski-Ledwon wird am 4. Mai 1919 in Büttgen am Nieder­rhein als unehe­licher Sohn einer polnischen Land­arbei­terin geboren. Als er vier Jahre alt ist, wandert er mit seiner Mutter und seinem Stief­vater nach Frank­reich aus. 1936 kehrt die Familie nach Polen zurück und zieht nach Kielce.
Nach dem deutschen Über­fall auf Polen wird Kasimir Myslinski-Led­won als „Zivil­arbeiter” nach Deutsch­land geschickt. Seine letzte Stelle als Land­arbeiter hat er im baye­rischen Hett­lingen. Am 28. Juli 1941 verlässt er seine Arbeits­stelle und versucht über Öster­reich in die Schweiz zu gelangen. Als ihn ein deut­scher Zoll­beamter an der Grenz­über­schreitung in die Schweiz hindert, versetzt Myslinski-Ledwon die­sem einen Faust­hieb und flüchtet. Am nächsten Tag wird er durch eine Polizei­streife festge­nommen.
Kasimir Myslinski-Led­won wird am 10. August 1942 vom 2. Senat des „Volks­gerichts­hofs” wegen „Schä­digung des Wohls des Deutschen Volkes” zum Tode verur­teilt. Er wird am 2. Oktober 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Kasimir Myslinski-Ledwon

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Kasimir Myslinski-Ledwon vom 24. Februar 1942

Bundesarchiv R 3017/13119

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Kasimir Myslinski-Ledwon vom 10. August 1942

Bundesarchiv R 3017/13119

Sterbeurkunde von Kasimir Myslinski-Ledwon vom 3. Oktober 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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