Vincenz Nachtmann

20. Februar 1914, Ladowitz (Ledvice) – 19. März 1943
Vincenz Nacht­mann wird am 20. Februar 1914 in Ladowitz (Ledvice) in den Sudeten geboren und ist später als Lohn­buch­halter tätig. 1936 tritt er in die Tschecho­slowa­kische Sozialis­tische Partei (ČSNS) von Edvard Beneš ein.
Nach der Annexion des Sudeten­gebiets durch das Deutsche Reich und dem Verbot der Kommu­nis­tischen Partei der Tschecho­slowakei (KPČ) beteiligt er sich im Frühjahr 1941 am Aufbau einer illegalen Ortsgruppe der KPČ in Ladowitz, die schließlich von Franz Titl geführt wird. Vincenz Nacht­mann unter­steht dem Kassen­leiter Václav Sobota, fertigt Beitrags­marken an und kassiert Mitglieds­beiträge, die er an Sobota abführt.
Der „Volks­­gerichts­hof” verurteilt Vincenz Nacht­mann am 26. Oktober 1942 zusammen mit den Berg­leuten Václav Sobota, Franz Titl und Josef Reichert wegen „Vorbe­rei­tung zum Hoch­­verrat” zum Tode. Alle vier Männer wer­den am 19. März 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Vincenz Nachtmann

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Reichert und andere vom 26. Oktober 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-517-7

Sterbeurkunde von Vincenz Nachtmann vom 20. März 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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