Konrad Nägele

18. April 1891, Ottobeuren – 12. Juli 1940
Der in Memmingen lebende Konrad Nägele gehört der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas (bis 1931 Ernste Bibelforscher) an. Als er nach Beginn des Zweiten Weltkrieges zum Militärdienst einberufen wird, verweigert er den Dienst an der Waffe.
Bereits kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen ist am 26. August 1939 die „Kriegssonderstrafrechts­verordnung” in Kraft getreten, nach der die Verweigerung des Militär­dienstes als „Zersetzung der Wehrkraft” geahndet und mit dem Tode bestraft werden kann.
Konrad Nägele wird festgenommen und am 1. Juni 1940 vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt. Er wird am 12. Juli 1940 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Konrad Nägele

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Konrad Nägele vom 12. Juli 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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