Václav Najbrt
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich im Juli 1939 der zivilen Widerstandsgruppe Politische Zentrale (PÚ – Politické ústředí) an, die wenig später mit der Militärgruppe Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) fusioniert. Václav Najbrt wird Kreisleiter von Ungarisch Hradisch und gewinnt zwei Bekannte als Mitarbeiter.
Am 1. September 1939 wird er im Rahmen der „Aktion Albrecht I.” festgenommen, bei der im Zusammenhang mit dem Überfall auf Polen missliebige Personen des öffentlichen Lebens in Konzentrationslager verschleppt werden, kommt jedoch Mitte November wieder frei.
Am 30. November 1939 wird der Vater dreier Kinder nach der Enttarnung der „Intelligenz- oder Professorengruppe” erneut festgenommen. Am 9. Juni 1942 verurteilt der „Volksgerichtshof” ihn zusammen mit Jan Uher und drei weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Das Urteil wird vor dem Hintergrund des Attentats auf den stellvertretenden „Reichsprotektor” Reinhard Heydrich „aus Gründen der Abschreckung” ge­sprochen. Dieser war fünf Tage zuvor seinen Verletzun­gen erlegen.
Václav Najbrt stirbt am 22. Oktober 1942 im Strafgefängnis Plötzensee noch vor der Urteilsvollstreckung.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Václav Najbrt
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Jaroš und andere vom 9. Juni 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-201-1
Sterbeurkunde von Václav Najbrt vom 23. Oktober 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung






























