Ladislav Nebeský

14. Juni 1893, Neweklau (Neveklov) – 22. September 1942
Ladislav Nebeský

Ladislav Nebeský im Jahr 1935

Privatbesitz

Der Sohn eines Pols­terers studiert ab 1912 Medizin in Prag. Während des Ersten Welt­kriegs ist er ab 1915 im Sanitäts­dienst der öster­reichisch-unga­rischen Armee einge­setzt. Nach Kriegs­ende leistet Ladislav Nebeský seinen Militär­dienst in der Tschecho­slowa­kischen Armee, die er 1921 als Kapitän ver­lässt. 1924 schließt er sein Studium mit der Promotion ab und leitet ab 1925 eine Lungen­heil­anstalt in Sudo­měřice. 1934 wird er Chef­amts­arzt im Bezirks­kran­ken­haus in Jilem­nice. Seit 1925 ist er Mit­glied der Volks­sozia­lis­tischen Partei (ČSNS).
Im Juli 1935 heiratet er Albína Karolina Kron­bergerová, 1937 kommt der gemein­same Sohn Ladislav zur Welt. Bereits seit jungen Jahren verfasst Ladislav Nebeský Gedichte und spielt Theater in einem Laien­ensemble. In Jilemnice ist er als Arzt und Gemei­nde­mitglied gleicher­maßen geach­tet.
Nach der Beset­zung der böhmi­schen Länder durch die Wehr­macht schließt sich Ladislav Nebeský im Sommer 1939 der Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) an. Die geheime Militär­organi­sation vormaliger tsche­cho­slowa­kischer Offiziere versucht ein geheimes Heer aufzu­bauen mit dem Ziel der Wieder­her­stellung der Tsche­choslo­wa­kischen Republik. Bis zu seiner Fest­nahme im Februar 1940 orga­nisiert Nebeský die Verviel­fäl­tigung und Verbrei­tung von Flug­schriften im Bezirk Star­ken­bach.
Ladislav Nebeský wird am 13. April 1942 vom „Volks­ge­richtshof“ wegen „Feindbe­güns­tigung und Vorbe­reitung zum Hoch­verrat“ zum Tode verurteilt und am 22. Sep­tember 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Ladislav Nebeský

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Ladislav Nebeský vom 13. April 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-219-1

Protokoll der Vollstreckung der Todesstrafe gegen Ladislav Nebeský vom 22. September 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-219-1

Ladislav Nebeský mit dem tschechischen Dichter Jaroslav Vrchlický (1853–1912)

Privatbesitz

Ladislav Nebeský mit seiner Frau Alba und Sohn Ladislav, um 1938

Privatbesitz

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