Otto Nelte

4. Dezember 1898, Berlin-Adlershof – 25. Juli 1941
Otto Nelte

Ausweisfoto von Otto Nelte

Bundesarchiv R 3018/1622

Otto Nelte erlernt nach der Volksschule den Beruf des Kunstformers und nimmt ab 1916 am Ersten Weltkrieg teil. Anschließend arbeitet er in verschiedenen Berliner Betrieben als Metallarbeiter und Kraftfahrer. Seit 1925 ist er mit Elisabeth Lehmpuhl verheiratet, aus der Ehe geht eine Tochter hervor. Zwischen 1921 und 1923 gehört Otto Nelte der KPD, später der SPD an.
1933 wird er von der SA verschleppt und unter anderem im SA-Gefängnis Papestraße schwer misshandelt. Die Misshandlungen hinterlassen beim ihm bleibende körperliche Schädigungen.
Nach seiner Haftentlassung engagiert sich Otto Nelte in den Reihen der illegalen KPD im Widerstand gegen das NS-Regime. Im Frühjahr 1938 übernimmt er die Funktion des politischen Leiters der illegalen KPD im Unterbezirk Berlin-Adlershof und arbeitet seit 1939 eng mit dem aus Kopenhagen entsandten Instrukteur der Abschnitts­leitung Mitte der KPD, Willi Gall, zusammen. Mit Gruppen aus den Stadtteilen Alt-Glienicke, Bohnsdorf und Adlershof bringen sie eine Reihe von Flugblättern und im November 1939 eine Nummer der „Berliner Volkszeitung” heraus.
Im Dezember 1939 werden Otto Nelte und mehr als vierzig Mitglieder der KPD-Organisation in Adlershof festgenommen. Er wird am 23. Januar 1941 gemein­sam mit Willi Gall vom 2. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt.
Otto Nelte wird am 25. Juli 1941 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Otto Nelte

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Willi Gall und Otto Nelte, 23. Januar 1941

Bundesarchiv R 3018/1622

Sterbeurkunde von Otto Nelte vom 25. Juli 1941

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bekanntmachung der Vollstreckung der Todesurteile gegen Willi Gall und Otto Nelte, 25. Juli 1941

Bundesarchiv R 3018/1622

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