Otto Nelte
1933 wird er von der SA verschleppt und unter anderem im SA-Gefängnis Papestraße schwer misshandelt. Die Misshandlungen hinterlassen beim ihm bleibende körperliche Schädigungen.
Nach seiner Haftentlassung engagiert sich Otto Nelte in den Reihen der illegalen KPD im Widerstand gegen das NS-Regime. Im Frühjahr 1938 übernimmt er die Funktion des politischen Leiters der illegalen KPD im Unterbezirk Berlin-Adlershof und arbeitet seit 1939 eng mit dem aus Kopenhagen entsandten Instrukteur der Abschnitts­leitung Mitte der KPD, Willi Gall, zusammen. Mit Gruppen aus den Stadtteilen Alt-Glienicke, Bohnsdorf und Adlershof bringen sie eine Reihe von Flugblättern und im November 1939 eine Nummer der „Berliner Volkszeitung” heraus.
Im Dezember 1939 werden Otto Nelte und mehr als vierzig Mitglieder der KPD-Organisation in Adlershof festgenommen. Er wird am 23. Januar 1941 gemeinsam mit Willi Gall vom 2. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt.
Otto Nelte wird am 25. Juli 1941 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Otto Nelte
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Willi Gall und Otto Nelte, 23. Januar 1941
Bundesarchiv R 3018/1622
Sterbeurkunde von Otto Nelte vom 25. Juli 1941
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bekanntmachung der Vollstreckung der Todesurteile gegen Willi Gall und Otto Nelte, 25. Juli 1941
Bundesarchiv R 3018/1622
























































