Alexej Němec
Im Oktober 1939 erfährt der Postrevident von einem Kollegen und Funktionär der Dachorganisation der nationalen tschechoslowakischen Widerstandsgruppen ÚVOD (Ústřední vedení odboje domácího – Zentrale Leitung des Widerstands in der Heimat) von der Existenz und dem Zweck dieser Geheimorganisation und erhält bis Dezember 1939 illegale Druckschriften, die er nach der Lektüre verbrennt.
Zwischen Juni 1940 und August 1941 erhält er mehrere Exemplare der von der ÚVOD herausgegebenen Infor­mationsschrift und fertigt im September 1941 mit der Schreibmaschine sechs Durchschläge einer Ausgabe an. Außerdem beschafft er um die Jahreswende 1940/41 für einen aus dem Polizeigefäng­nis Pardubitz entflohenen, der ÚVOD nahestehenden Mann falsche Ausweispapiere und bleibt mit ihm schriftlich in Verbindung.
Alexej Němec wird im Oktober 1941 festgenommen, vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” am 7. Juni 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Alexej Němec
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Alexej Němec vom 7. Juni 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-330-1
Bescheid über die auf Anordnung des Reichsjustizministers erfolgte Hinrichtung von Alexej Němec, 8. September 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-330-5
Sterbeurkunde von Alexej Němec vom 10. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019


























