František Nepilý
Nach dem Einmarsch deutscher Truppen entsteht in Prag im Dezember 1939 eine Geheimdienstzelle, die dem westlichen Ausland über Miloš Bondy sen. in Paris militärische, wirtschaftliche und politische Nachrichten aus dem „Protektorat” übermittelt. Der Kaufmann jüdischer Herkunft handelt im Auftrag des französischen Kriegsministeriums und setzt seine Tätigkeit ab Ende 1939 von Budapest aus fort. Die Organisation steht in engem Kontakt zur geheimen Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation). František Nepilý wird vom Oberstleutnant a. D. Josef Řečínský für die Mitarbeit gewonnen und sammelt militärische Nachrichten, zudem beteiligt er sich an der Zuführung tschechischer Freiwilliger zur tschechischen Auslandsarmee.
Am 5. August 1942 wird František Nepilý vom „Volksgerichtshof” zusammen mit Vladimír Černý, Josef Řečínský und sechs weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt und am 8. April 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von František Nepilý
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Vladimír Černý und andere vom 5. August 1942
Bundesarchiv R 3017/9015
Anordnung des Reichsjustizministers zur Urteilsvollstreckung gegen František Nepilý und andere vom 27. März 1943
Bundesarchiv R 3017/9015
Sterbeurkunde von František Nepilý vom 9. April 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen František Nepilý und weitere Personen, April 1943
Bundesarchiv R 3017/9015































































