Karel Nesnídal
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich der nationalen Widerstandsbewegung an und wird Mitglied einer vor allem aus Falken bestehenden Gruppe der geheimen Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) in Königgrätz. Er gehört auch zum Netzwerk von Unterstützern der „Operation Anthropoid”, Deckname für das am 27. Mai 1942 verübte Attentat auf den stellvertretenden „Reichsprotektor” Reinhard Heydrich in Prag.
Im Februar 1942 wird er Kreiskommandant der neu gegründeten Sokol-Nachfolgeorganisation Jindra. Die Organisation hilft notleidenden Angehörigen inhaftierter Funktionäre und zielt auf die Wiederherstellung der Tschechoslowakischen Republik.
Die Organisation wird enttarnt und Karel Nesnídal im Zuge der Terrorwelle gegen Sokol-Funktionäre am 26. Oktober 1942 festgenommen. Der „Volksgerichtshof” verurteilt ihn am 8. Juli 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Er wird am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Karel Nesnídal
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Nesnídal vom 29. Mai 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-342-14
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Nesnídal vom 8. Juli 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-342-14
Bescheid über die Hinrichtung von Karel Nesnídal, 8. September 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-342-15
Sterbeurkunde von Karel Nesnídal vom 11. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung




















