Karl Neubauer

27. Januar 1922, Ober-Heinzendorf (Horní Hynčina) – 9. Oktober 1941
Karl Neubauer

Erkennungsdienstliches Foto von Karl Neubauer, 1941

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3120

Karl Neubauer ist Sohn eines sudeten­deutschen Webers und einer Russin, die Ehe wird 1926 geschie­den. Er erlernt das Gerber­handwerk und arbeitet einige Zeit in der Land­wirtschaft, 1940 wird er wegen Dieb­stahls zu einer Geld­strafe verurteilt.
Nach der Annexion der Sudeten durch das Deutsche Reich kommt Karl Neu­bauer am 9. April 1940 als „Zivil­arbeiter” nach Berlin und arbeitet in der Hen­schel-Flug­zeug­werke AG, kehrt jedoch im Oktober 1940 nicht mehr an seinen Arbeits­platz zurück. Im März 1941 begeht er in Berlin und Umge­bung mit einem Bekannten einen Raub­über­fall sowie vier Ver­suche, einen Raub­überfall auszufüh­ren.
Karl Neubauer wird am 31. Juli 1941 vom Sonder­gericht I bei dem Land­gericht Berlin auf Grund­lage der nach Kriegs­beginn erlas­senen „Verord­nung gegen Volks­schäd­linge” zum Tode verur­teilt und am 9. Oktober 1941 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet. Sein Bekannter erhält eine zehn­jährige Zucht­haus­strafe.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Neubauer

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilsformel des Sondergerichts I bei dem Landgericht Berlin gegen Karl Neubauer und andere vom 31. Juli 1941

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3120/1

Sterbeurkunde von Karl Neubauer vom 9. Oktober 1941

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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