Herbert Neubeck

30. März 1923, Düsseldorf – 21. April 1943
Herbert Neubeck

Eerkennungsdienstliches Foto von Herbert Neubeck

Bundesarchiv R 3018/5046

Herbert Neubeck wird in eine jüdischen Familie geboren. Sein Vater ist von Beruf Werbe­leiter. Mit den Eltern, die beide der KPD angehören und bis Mitte 1935 in Düssel­dorf illegal tätig sind, emigriert er im Juli 1935 nach Belgien und wird dort Mitglied der Freien Deutschen Jugend. 1938 werden die Eltern Hans und Anna Neubeck, ein Jahr später Herbert und seine Schwester Marianne von den national­sozialis­tischen Behörden ausge­bürgert.
Der Vater geht 1936 nach Spanien und kämpft als Angehöriger der Inter­nationalen Brigaden auf Seiten der spanischen Republik. Er wird schwer verwundet und stirbt 1940 in einem sowjetischen Sanatorium.
Herbert Neubeck wird nach dem deutschen Überfall auf Belgien und Frankreich im Mai 1940 von der belgischen Polizei festge­nommen und in das französische Inter­nierungslager St. Cyprien gebracht. Er kann fliehen, kehrt nach Brüssel zurück und beginnt eine Apotheker­lehre.
Herbert Neubeck unterstützt Hermann Geisen, Kurt Garbarini, Max Stoye und die belgische Wider­stands­bewegung bei der Aufklärungs­arbeit unter Wehr­macht­angehörigen. Er besorgt außerdem Chemikalien zur Herstellung von Brand­sätzen.
Herbert Neubeck wird am 2. Februar 1943 vom 2. Senat des „Volks­gerichtshofs” zum Tode verurteilt und am 21. April 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Herbert Neubeck

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Herbert Neubeck, 2. Februar 1943

Bundesarchiv R 3018/5046

Ablehnung eines Gnadenerweises für Herbert Neubeck, Hermann Geisen und Kurt Garbarini, 8. April 1943

Bundesarchiv R 3018/5046

Protoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Herbert Neubeck, 21. April 1943

Bundesarchiv R 3018/5046

Sterbeurkunde von Herbert Neubeck vom 22. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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