Walter Neugebauer
Seit 1931 ist Walter Neugebauer Mitglied der KPD und wird 1932 vom Reichsgericht wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zu 15 Monaten Festungshaft verurteilt.
1942 stirbt Martha Neugebauer, die fünf jüngeren Kinder werden Walter Neugebauer weggenommen und zu Bauern in Pflege gegeben. Spätestens seit dem Tod seiner Frau hört Neugebauer ausländische Sender ab und verbreitet die dort gehörten Nachrichten im Freundes- und Familienkreis. Er hält den Krieg für verloren und sagt im Herbst 1942 die deutsche Niederlage bei Stalingrad voraus.
Walter Neugebauer wird von einem Gastwirt denunziert und am 13. Oktober 1943 festgenommen. Er wird am 7. November 1944 vom Kammergericht Berlin wegen „Rundfunkverbrechen” in Tateinheit mit „Wehrkraftzersetzung” zum Tode verurteilt.
Walter Neugebauer wird am 30. November 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Walter Neugebauer
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des Kammergerichts Berlin gegen Walter Neugebauer, 13. Juni 1944
Bundesarchiv R 3017/5262
Urteil des Kammergerichts Berlin gegen Walter Neugebauer, 7. November 1944
Bundesarchiv R 3017/5262














