Paul Neuhäuser
Im Heereszeugamt arbeitet er als Schreiber in der Ab­teilung, die für die Ausrüstung der Wehrmacht mit Nachrichtengeräten verantwortlich ist, im Herbst 1941 wird ihm die Führung der Kartei übertragen, in der Zu- und Abgänge an Ausrüstungsmaterial verzeichnet werden. Zwischen Frühjahr 1940 und März 1942 ent­wendet Paul Neuhäuser aus dem Heereszeugamt unter anderem Radioröhren, Glühlampen, Lichtschalter und Kondensatoren im Wert von über 4.000 Reichsmark. Er benutzt diese Materialien für die Anlage von elektrischen Leitungen in seiner Wohnung und der Wohnung seiner Freundin.
Dafür wird er vom 4. Senat des „Volksgerichtshofs” am 28. November 1942 als „Volksschädling“ wegen „Dieb­stahls von Heeresgut“ und wegen „Wehrmittelbeschädi­gung in einem schweren Falle“ zum Tode verurteilt und am 21. April 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Paul Neuhäuser
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Paul Neuhäuser vom 28. November 1942
Bundesarchiv R 3017/5152
Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Paul Neuhäuser vom 21. April 1943
Bundesarchiv R 3017/5152
Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee zum Abgang des Gefangenen Paul Neuhäuser vom 21. April 1943
Bundesarchiv R 3017/5152
Sterbeurkunde von Paul Neuhäuser vom 22. April 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
















