August Neumann

18. Februar 1893, Garbnick/Kreis Rastenburg (Garbnik) – 21. September 1943
Der im ostpreu­ßischen Garbnick geborene Arbeiter August Neu­mann lebt 1943 in Berlin-Tempel­hof. Bereits 1937 ist gegen ihn wegen Verstoßes gegen das „Heim­tücke­gesetz” ermittelt worden. August Neumann wird am 26. August 1943 nach einer Denun­ziation vorläufig festge­nommen.
Ihm wird vorge­worfen, am 5. August 1943 auf dem Tempel­hofer Attila­platz gegen­über drei Frauen behauptet zu haben, dass der Krieg für das Deutsche Reich verloren sei. Zudem soll er sich über Kriegs­auszeich­nungen wie das Ritter­kreuz abfällig geäußert und eine der Frauen bedroht haben.
August Neumann wird am 15. September 1943 vor dem „Volks­gerichts­hof” angeklagt und bereits zwei Tage später vom 1. Senat unter Roland Freisler zum Tode verur­teilt. Der Berliner Gau­leiter Joseph Goebbels hat kurz zuvor für Neumann und in einem ähnlichen Fall eine schnelle Bestrafung gefordert.
August Neumann wird am 21. September 1943 im Straf­gefängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von August Neumann

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen August Neumann, 15. September 1943

Bundesarchiv R 3018/5687

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen August Neumann, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3018/5687

Mitteilung über die Hinrichtung von August Neumann, 21. September 1943

Bundesarchiv R 3018/5687

Sterbeurkunde von August Neumann vom 22. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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