Friedrich Neumann

7. März 1922, Wolfenbüttel – 27. März 1942
Friedrich Neumann

Erkennungsdienstliches Foto von Friedrich Neumann, 1941

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2762

Friedrich Naumann wächst als Sohn eines Schlossers in einer kinder­reichen Familie auf, kommt Mitte 1934 in eine Fürsorge­einrichtung im Kreis Herford und anschlie­ßend in diverse Heime sowie auf Land­arbeits­stellen. Einige Zeit arbeitet er auf einer Zeche in Gelsen­kirchen, als Melker­lehrling in Neumark bei Schön­hause an der Elbe und zuletzt wieder als Jungbergmann auf einer Zeche.
1936 wird er erstmals straf­fällig und in der Folgezeit wegen Eigen­tums­delikten zu mehreren Haft­strafen verurteilt, zuletzt vom Amtsgericht in Altlands­berg zu einem Jahr Gefängnis.
Bei einem Aus­bruchs­versuch aus dem Gerichts­gefängnis Altlands­berg am 1. Oktober 1941 fügt er einem Hilfswacht­meister schwere Ver­letzungen zu. Friedrich Neumann wird daraufhin vom Sonder­gericht V bei dem Land­gericht Berlin am 22. Januar 1942 auf Grund­lage der „Verord­nung gegen Gewalt­ver­brecher” zum Tode verur­teilt und am 27. März 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see im Alter von 20 Jahren ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Friedrich Neumann

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Brief von Friedrich Neumann aus der Untersuchungshaftanstalt Berlin-Moabit an seine Mutter vom 9. Januar 1941

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2761

Urteilsformel des Sondergerichts V bei dem Landgericht Berlin gegen Friedrich Neumann vom 22. Januar 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2768

Sterbeurkunde von Friedrich Neumann vom 27. März 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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