Helmut Neumann

29. Juli 1921, Berlin – 4. März 1943
Helmut Neumann

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Helmut Neumann

Bundesarchiv 272/68

Der Sohn eines Glasers schließt 1935 die Volks­schule ab und erlernt danach das Schneider­handwerk. Helmut Neumann ist von 1932 bis zu dessen zwangs­förmiger Auflösung 1938 Mitglied im zionis­tischen Jugend­bund Habonim.
Dort lernt er 1937 Siegbert Rotholz kennen. 1940 wird Neumann zur Arbeit bei Kodak in Berlin-Kreuz­berg gezwungen. Im selben Jahr schließt er sich gemeinsam mit seinem Freund Rotholz der Wider­stands­gruppe um Herbert Baum an. Helmut Neumann hilft unter anderem beim Versenden illegaler Schriften.
Nach einem Brand­anschlag auf die national­sozialis­tische Propa­ganda­ausstellung „Das Sowjet­paradies” am 18. Mai 1942 wird die Gruppe enttarnt.
Helmut Neumann wird am 15. Juli 1942 festge­nommen, am 10. Dezember 1942 vom „Volks­gerichtshof” zum Tode verurteilt und am 4. März 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Helmut Neumann

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Schlussbericht der Stapoleitstelle Berlin über die Gruppe um Herbert Baum und den Brandanschlag auf die Ausstellung „Das Sowjetparadies”, 27. August 1942

Bundesarchiv R 3018/1642

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Helmut Neumann und andere, 10. Dezember 1942

Bundesarchiv R 3017/33975

Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Helmut Neumann, 4. März 1943

Bundesarchiv R 3018/1642

Bekanntmachung der Hinrichtung von Angehörigen der Gruppe Baum, 4. März 1943

Bundesarchiv R 3018/1642

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