Karl Neumann

21. August 1923, Wolfenbüttel – 29. April 1942
Der in Wolfenbüttel geborene Karl Neumann wird ab dem Alter von zehn Jahren in verschiedenen Fürsorge­heimen untergebracht. Im März 1941 wird er aus der Fürsorge­erziehung entlassen, jedoch bald darauf wegen Diebstahls zu einem Jahr Haft verurteilt. Er wird im Gerichts­gefängnis Altlands­berg inhaftiert.
Gemeinsam mit seinen Mithäftlingen Karl Poranski und den Zwillings­brüdern Konrad und Karl Winter flieht Karl Neumann am 5. Februar 1942 aus der Haft. Die Männer verletzen dabei einen Vollzugs­beamten schwer. Während Konrad Winter entkommen kann, werden die anderen drei Männer festgenommen und am 9. März 1942 vom Sondergericht I bei dem Landgericht Berlin auf der Grundlage der „Gewalt­­verbrecher­­ver­ordnung” wegen versuchtem Mord zum Tode verurteilt.
Karl Neumann wird am 29. April 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Neumann

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Karl Neumann vom 29. April 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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