Reinhold Neumann

21. April 1900, Marienwerder (Kwidzyn) – 1. Dezember 1939
Der Tiefbau­arbeiter Reinhold Neumann lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern im westpreu­ßischen Sedlinen (Sadlinki). Er gehört der Glaubens­gemein­schaft der Zeugen Jehovas an.
Mit Beginn der Zweiten Welt­krieges wird er zum Militär­dienst eingezogen und verweigert aus religiösen Gründen den Dienst an der Waffe und den Eid auf Adolf Hitler.
Bereits kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen ist am 26. August 1939 die „Kriegs­sonder­straf­rechts­ver­ordnung” in Kraft getreten, nach der die Verwei­gerung des Militär­­dienstes als „Zerset­zung der Wehr­kraft” geahndet und mit dem Tode bestraft werden kann.
Reinhold Neumann wird festge­nommen und am 22. September 1939 erhebt der Ober­reichs­kriegs­anwalt Anklage gegen ihn. Er wird am 8. November vom Reichs­kriegs­gericht in Berlin zum Tode verur­teilt und am 1. Dezember 1939 im Straf­gefängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Reinhold Neumann

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Reinhold Neumann vom 1. Dezember 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück