Otto Neusser

22. Juni 1887, Wien – 21. April 1943
Otto Neusser wird am 22. Juni 1887 in Wien geboren, erlernt das Handwerk des Schuh­machers und nimmt als Soldat am Ersten Weltkrieg teil.
Ab August 1941 ist er als Wächter einer Wach- und Schließ­gesellschaft beim Kleiderlager Brauhaus­stadel in Liesing beschäftigt – einem Neben­lager des Heeres­bekleidungs­amtes Wien. Von dort entwendet Otto Neusser zusammen mit Franz Halper und weiteren Männern Bekleidungs- und Ausrüstungs­gegen­stände der Wehrmacht im Wert von etwa 20.000 Reichsmark. Bis Oktober 1941 verhehlen die Männer die mehrheitlich „französischen Beute­stücke” aus dem Bekleidungs­amt an verschiedene Interessentinnen und Interessenten.
Otto Neusser wird deswegen am 15. November 1942 vorläufig festge­nommen und vom „Volks­gerichtshof” am 26. November 1942 angeklagt. Er wird nach der „Volks­schädlingsver­ordnung” am 28. Januar 1943 vom 5. Senat des „Volks­gerichtshofs” zum Tode verurteilt und ge­meinsam mit Franz Halper am 21. April 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Otto Neusser

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Otto Neusser und weitere Personen vom 26. November 1942

Bundesarchiv R 3017/10375

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Otto Neusser und weitere Angeklagte vom 28. Januar 1943

Bundesarchiv R 3017/10375

Sterbeurkunde von Otto Neusser vom 22. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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