Otto Neusser
Ab August 1941 ist er als Wächter einer Wach- und Schließgesellschaft beim Kleiderlager Brauhausstadel in Liesing beschäftigt – einem Nebenlager des Heeres­bekleidungsamtes Wien. Von dort entwendet Otto Neusser zusammen mit Franz Halper und weiteren Männern Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenstände der Wehrmacht im Wert von etwa 20.000 Reichsmark. Bis Oktober 1941 verhehlen die Männer die mehrheitlich „französischen Beutestücke” aus dem Bekleidungsamt an verschiedene Interessentinnen und Interessenten.
Otto Neusser wird deswegen am 15. November 1942 vorläufig festgenommen und vom „Volksgerichtshof” am 26. November 1942 angeklagt. Er wird nach der „Volks­schädlingsverordnung” am 28. Januar 1943 vom 5. Senat des „Volksgerichtshofs” zum Tode verurteilt und ge­meinsam mit Franz Halper am 21. April 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Otto Neusser
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Otto Neusser und weitere Personen vom 26. November 1942
Bundesarchiv R 3017/10375
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Otto Neusser und weitere Angeklagte vom 28. Januar 1943
Bundesarchiv R 3017/10375
Sterbeurkunde von Otto Neusser vom 22. April 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung























