Eugen Neutert
Bis zu seiner Festnahme im September 1936 führt er zusammen mit rund dreißig Personen in Berlin-Hermsdorf Widerstandsaktionen durch. Neutert wird vom „Volksgerichtshof” zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt, die er in den Strafanstalten Brandenburg und Amberg in Bayern verbüßt.
Nach seiner Haftentlassung findet er im Berliner Eternit-Werk Anschluss an einen Kreis von Kommunistinnen und Kommunisten, die Kontakt zu der Widerstandsorganisation um Robert Uhrig haben. Eine weitere Verbindung besteht zu Beppo Römer. Hans Coppi bringt ihn im Herbst 1941 in den Kreis um den Schauspieler Wilhelm Schürmann-Horster.
Neutert beschafft eine Schreibmaschine und Wachsmatrizen. Er beteiligt sich an den Diskussionen der Gruppe sowie an der Herstellung und Verbreitung von illegalen Schriften.
Am 23. Oktober 1942 wird Neutert erneut festgenommen. Er wird am 21. August 1943 vom „Volksgerichtshof” gemeinsam mit Wilhelm Schürmann-Horster und Wolfgang Thiess zum Tode verurteilt. Die drei Männer werden, obwohl ihre Gnadenverfahren noch nicht abgeschlossen sind, in der Nacht vom 9. auf den 10. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Plötzensee erhängt.
Dokumente
Gefangenenkarte von Eugen Neutert
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Wilhelm Schürmann-Horster, Eugen Neutert und andere, 10. Mai 1943
Bundesarchiv R 3018/2
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Wilhelm Schürmann-Horster, Eugen Neutert und andere, 20. August 1943
Bundesarchiv R 3018/2
Mitteilung der Hinrichtung von Eugen Neutert, 9. September 1943
Bundesarchiv R 3018/2
Sterbeurkunde von Eugen Neutert vom 14. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
































































