Paul Nickel

7. Mai 1914, Berlin – 14. Januar 1941
Paul Nickel, 1914 als Sohn eines Metall­schleifers Neukölln geboren, wird 1922 nach einer Kopf­verletzung in die zweite Hilfs­schule umgeschult und ist nach der ersten Klasse als Bote tätig.
1929 ordnet das Jugend­amt seine Unter­bringung in Heimen an, aus denen er mehrmals flieht. Anschließend ist Paul Nickel ist als unge­lernter Arbeiter in Berlin tätig. 1932 wird er erstmals straffällig, wegen Eigentums­delikten verbüßt er mehrere Haft­strafen. Vom NS-System wird er zwangs­sterilisiert.
1940 beteiligt er sich an Einbruch­diebstählen in Neukölln und wird am 2. Juni 1940 festge­nommen. Obwohl ihm Schuld­unfähigkeit attestiert wird, verur­teilt das Sonder­gericht I bei dem Land­gericht Berlin Paul Nickel am 14. Oktober 1940 auf Grund­lage der „Volks­schäd­lings­verord­nung” zum Tode.
Er wird am 14. Januar 1941 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Paul Nickel

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilstenor des Sondergerichts I bei dem Landgericht Berlin gegen Paul Nickel, 14. Oktober 1940

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 347

Sterbeurkunde von Paul Nickel vom 14. Januar 1941

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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