Walter Nickel

3. Dezember 1913, Berlin – 24. November 1944
Walter Nickel wächst nach dem Tod seiner Mutter in Waisen­häusern auf und arbeitet nach der Volks­schule als landwirt­schaftlicher Arbeiter. 1933 wird er erstmals straf­fällig und wegen Eigentums­delikten zu mehreren Haft­strafen verur­teilt, zuletzt im Oktober 1940 vom Amts­gericht Neu­ruppin zu einem Jahr und elf Monaten, die er jedoch erst nach Kriegsende verbüßen soll, derweil ist er im Zucht­haus Branden­burg-Görden unter­gebracht.
Am 13. April 1944 gelingt ihm von einer Außen­beschäftigung die Flucht und er gelangt mit dem von einem Wacht­meister gestoh­lenen Fahrrad nach Berlin, wo er später einen Koffer­diebstahl begeht. Am 21. April 1944 wird er von einer Wehr­machts­streife festge­nommen und in das Polizei­gefängnis gebracht, wo er bei seiner Einlie­ferung zunächst einen anderen Nach­namen angibt.
Walter Nickel wird vom Sonder­gericht I bei dem Land­gericht Berlin am 8. November 1944 wegen Dieb­stahls und Urkunden­fälschung als „gefährlicher Gewohn­heits­verbrecher” zum Tode verur­teilt und am 24. November 1944 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Walter Nickel

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilsformel des Sondergerichts I bei dem Landgericht Berlin gegen Walter Nickel vom 8. November 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3679

Gnadengesuch von Walter Nickel vom 9. November 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3679/2

Sterbeurkunde von Walter Nickel vom 25. November 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück