Josef Niedermaier
Nach dem im Oktober 1938 erfolgten Verbot der KPČ lernt er im Dezember durch seine Nachbarin Anna Jelínek einen vormaligen Parteifunktionär kennen, der den illegalen Neuaufbau der Partei betreibt, und nimmt an regelmäßigen Besprechungen teil. Im Frühsommer 1939 – nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht – macht ihn Anna Jelínek mit Josef Tomášek bekannt, der die KPČ im Bezirk Rokitzan (Rokycany) aufbaut. Die Tätigkeit richtet sich nicht zu­letzt gegen die NS-Besatzung. Josef Niedermaier wird Teil der Bezirksleitung und sorgt insbesondere für die Weiterverbreitung von Flugschriften.
Am 12. Februar 1940 wird er festgenommen. Der „Volksgerichtshof” verurteilt ihn am 19. Februar 1943 mit Josef Tomášek, František Černý und Josef Urban wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Anna Jelínek und die anderen vier Angeklagten erhalten Zuchthausstrafen. Josef Niedermaier wird 18. Juni 1943 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Niedermaier
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Organigramm der Widerstands­organisation der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KPČ) im Bezirk Rokitzan (Rokycany), um 1941
Bundesarchiv R 3017/15515
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Tomášek und andere vom 19. Februar 1943
Bundesarchiv R 3017/15515
Bescheid an den Reichsjustizminister über die Vollstreckung der Todesstrafe gegen Josef Niedermaier und andere, 21. Juni 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 44, inv. č./Inv. Nr. 336
Sterbeurkunde von Josef Niedermaier vom 19. Juni 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

































