Władysław Niedźwiecki
Im Jahr 1940 ist er in Jankeiten im Memelgebiet als Landarbeiter tätig. Als er am 16. Oktober 1941 seiner Arbeit nachgeht, spricht ihn der sowjetische Kriegs­gefangene Peter Barissow an. Władysław Niedźwiecki tauscht einen alten Zivilmantel, eine Jacke und eine Mütze gegen den Uniformmantel des Entflohenen. Außerdem zahlt er Barissow noch fünf Reichsmark. Laut Anklage des „Volksgerichtshofs” warnt Niedźwiecki den Entflohenen noch vor einer nahegelegenen Gastwirt­schaft, weil sich dort ein deutscher Soldat oder Wacht­meister aufhalten soll.
Der 2. Senat des „Volksgerichtshofs” verurteilt Władysław Niedźwiecki am 7. Oktober 1942 wegen „Schädigung des Reichswohls in Verbindung mit landesverräterischer Be­günstigung des Feindes” zum Tode.
Er wird am 9. Dezember 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Władysław Niedźwiecki
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Władysław Niedźwiecki aus dem Dezember 1941
Bundesarchiv R 3017/13213
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Władysław Niedźwiecki vom 7. Oktober 1942
Bundesarchiv R 3017/13213
Sterbeurkunde von Władysław Niedźwiecki vom 10. Dezember 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung












