Władysław Niedźwiecki

30. Juni 1913, Ziomek – 9. Dezember 1942
Władysław Niedźwiecki wird am 30. Juni 1913 in Ziomek geboren.
Im Jahr 1940 ist er in Jankeiten im Memel­gebiet als Land­arbeiter tätig. Als er am 16. Oktober 1941 seiner Arbeit nachgeht, spricht ihn der sowjetische Kriegs­gefangene Peter Barissow an. Władysław Niedźwiecki tauscht einen alten Zivil­mantel, eine Jacke und eine Mütze gegen den Uniform­mantel des Entflohenen. Außerdem zahlt er Barissow noch fünf Reichsmark. Laut Anklage des „Volks­gerichtshofs” warnt Niedźwiecki den Entflohenen noch vor einer nahe­gelegenen Gastwirt­schaft, weil sich dort ein deutscher Soldat oder Wacht­meister aufhalten soll.
Der 2. Senat des „Volks­gerichtshofs” verurteilt Władysław Niedźwiecki am 7. Oktober 1942 wegen „Schädigung des Reichs­wohls in Verbin­dung mit landes­verräterischer Be­günstigung des Feindes” zum Tode.
Er wird am 9. Dezember 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Władysław Niedźwiecki

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Władysław Niedźwiecki aus dem Dezember 1941

Bundesarchiv R 3017/13213

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Władysław Niedźwiecki vom 7. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3017/13213

Sterbeurkunde von Władysław Niedźwiecki vom 10. Dezember 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück