Karl Nieter

5. November 1888, Egeln – 2. Oktober 1942
Karl Nieter

Karl Nieter

Bundesarchiv R 3017/33577

Der aus Egeln bei Magdeburg stammende Karl Nieter ist von Beruf Heizer. 1919 wird er Mit­glied der USPD, 1929 der KPD, in der er ehren­amtlich wirkt. Von April bis Juni 1933 befindet er sich in „Schutz­haft”. Nach seiner Entlas­sung im Sommer 1933 leistet er bis zum Früh­jahr 1934 illegale Arbeit. Zunächst wirkt er in Hamburg-Eims­büttel, später in Har­burg als Instruk­teur der Roten Hilfe.
Im Juni 1936 emigriert Nieter nach Däne­mark. Er gehört in Kopen­hagen der Abschnitts­leitung Nord der KPD an und nimmt an Schulungen in Frank­reich teil. Nieter, dem Ende Oktober 1939 die deutsche Staats­bürger­schaft aberkannt wird, unter­nimmt zahlreiche illegale Fahrten nach Hamburg-Harburg. Hier trifft er sich mit Vertrauens­leuten, über­mittelt ihnen Wei­sungen und Richt­linien und leitet illegale Druck­schriften an sie weiter.
Karl Nieter wird am 30. Juli 1941 in Kopen­hagen fest­genommen, der Gestapo in Hamburg über­stellt und vom „Volks­gerichtshof” am 18. August 1942 zum Tode verur­teilt. Am 2. Oktober 1942 wird Karl Nieter in Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Nieter

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Nieter, 13. Dezember 1941

Bundesarchiv R 3017/33940

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Nieter, 18. August 1942

Bundesarchiv R 3017/33940

Sterbeurkunde von Karl Nieter vom 3. Oktober 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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