Rudolf Nitz
Ab Februar 1941 nimmt er regelmäßig Feldpostpäckchen an sich, verkauft darin enthaltene Gegenstände und beschafft von dem Geld Lebensmittel und Medikamente für seine erkrankte Mutter. Am 3. November 1941 werden beide festgenommen und am 17. Dezember vor dem Sondergericht V bei dem Landgericht Berlin des Diebstahls beziehungsweise Hehlerei angeklagt. Vor der ursprünglich am 3. Februar 1942 anberaumten Verhandlung begeht Frieda Nitz Suizid.
Rudolf Nitz wird am 24. Februar 1942 auf Grundlage der 1939 erlassenen „Verordnung gegen Volksschädlinge” zum Tode verurteilt und am 29. April 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Rudolf Nitz
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteilsformel des Sondergerichts V bei dem Landgericht Berlin gegen Rudolf Nitz vom 24. Februar 1942
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 6644
Gnadengesuch von Rudolf Nitz vom 5. März 1942
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 6644/2
Gruß von Frieda Nitz an ihren Sohn Rudolf in der Haft auf Zigarettenschachteln, Winter 1941/42
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 6644
Sterbeurkunde von Rudolf Nitz vom 29. April 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

















