Johann Nobis

16. April 1899, St. Georgen – 6. Januar 1940
Johann Nobis entstammt einer kinderreichen Bauern­familie. Er ist nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg als Hilfsarbeiter in einer Salzburger Baufirma beschäftigt. Wie auch sein jüngerer Bruder Matthias schließt er sich der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas an. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges werden die Brüder zur Wehrmacht eingezogen. Sie verweigern aus religiösen Gründen den Militärdienst und den Eid auf Hitler.
Bereits kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen ist am 26. August 1939 die „Kriegssonderstrafrechtsverordnung” in Kraft getreten, nach der die Verweigerung des Militär­dienstes als „Zersetzung der Wehrkraft” geahndet und mit dem Tode bestraft werden kann.
Johann Nobis wird festgenommen und am 5. Oktober 1939 erhebt der Oberreichskriegsanwalt Anklage gegen ihn. Er wird am 23. November vom Reichskriegsgericht in Berlin zum Tode verurteilt und am 6. Januar 1940 ge­meinsam mit vier weiteren österreichischen Zeugen Je­hovas, die den Dienst an der Waffe verweigert haben, im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Knapp drei Wochen später wird auch sein Bruder in Plötzensee getötet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Johann Nobis

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Johann Nobis vom 6. Januar 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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