Matthias Nobis

15. Januar 1910, Holzhausen (St. Georgen) – 26. Januar 1940
Der in Salzburg lebende Matthias Nobis gehört wie auch sein Bruder Johann der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas an. Bereits 1935 wird er wegen der Verbreitung von religiöser Literatur zu drei Monaten Haft verurteilt. Als er nach dem Beginn des Zweiten Welt­kriegs zur Wehrmacht eingezogen wird, verweigert er wie auch sein Bruder Johann aus religiösen Gründen den Militärdienst und den Eid auf Hitler.
Bereits kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen ist am 26. August 1939 die „Kriegssonderstrafrechtsverordnung” in Kraft getreten, nach der die Verweigerung des Militär­dienstes als „Zersetzung der Wehrkraft” geahndet und mit dem Tode bestraft werden kann.
Matthias Nobis wird festgenommen und am 28. No­vember 1939 erhebt der Oberreichskriegsanwalt Anklage gegen ihn. Er wird am 20. Dezember vom Reichskriegs­gericht zum Tode verurteilt und knapp drei Wochen nach seinem Bruder Johann am 26. Januar 1940 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Matthias Nobis

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Matthias Nobis vom 26. Januar 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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