Matthias Nobis
Bereits kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen ist am 26. August 1939 die „Kriegssonderstrafrechtsverordnung” in Kraft getreten, nach der die Verweigerung des Militär­dienstes als „Zersetzung der Wehrkraft” geahndet und mit dem Tode bestraft werden kann.
Matthias Nobis wird festgenommen und am 28. No­vember 1939 erhebt der Oberreichskriegsanwalt Anklage gegen ihn. Er wird am 20. Dezember vom Reichskriegs­gericht zum Tode verurteilt und knapp drei Wochen nach seinem Bruder Johann am 26. Januar 1940 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Matthias Nobis
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Sterbeurkunde von Matthias Nobis vom 26. Januar 1940
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung



