Josef Nohavica

1. Januar 1886, Jablunkau (Jablunkov) – 3. November 1942
Josef Nohavica

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Nohavica, 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-419-6

Josef Nohavica erlernt das Schlosser­hand­werk und arbeitet in Pilsen (Plzeň) und bei der öster­reichischen Staats­bahn in Wien. Nach dem Ersten Welt­krieg ist er Eisen­bahn­schlosser in Kaschau und ab 1934 in Prag. Er ist Mitglied der Tschecho­slowa­kischen Sozial­demokra­tischen Partei (SPČ).
Nach der Besetzung der böhmisch­en Länder durch die Wehr­macht lernt er im November 1939 durch einen für die Militär­organi­sation Obrana Národa (ON – Verteidi­gung der Nation) tätigen Kollegen Ctibor Träger kennen, der Legionärs­transporte ins Ausland organisiert. Josef Nohavica besorgt unter anderem im Auftrag von Träger in der Slowakei gültige Valuta und wirbt den Eisen­bahn­werk­meister František Kožnar als Mitarbeiter.
Am 11. Februar 1941 wird er festge­nommen. Der „Volks­gerichtshof” verurteilt ihn am 16. Juni 1942 wegen „Feind­­begüns­tigung und Vor­be­reitung zum Hoch­verrat” mit Ctibor Träger sowie zehn weiteren Ange­klagten zum Tode. Sie alle werden am 3. Novem­ber 1942 im Straf­gefängnis Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Nohavica

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichts­hofs” gegen Ctibor Träger und andere vom 16. Juni 1942

Bundesarchiv R 3001/144639

Bekanntmachung der Hinrichtung von Josef Nohavica und anderen, plakatiert Ende 1942 in Prag und Pilsen

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-419-1

Sterbeurkunde von Josef Nohavica vom 4. November 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück