Jiří Novák
Die standrechtliche Hinrichtung zahlreicher Landsleute im „Protektorat” im Zuge der Verhängung des Standrechts durch den am 27. September 1941 neu eingesetzten stellvertretenden „Reichsprotektor” Reinhard Heydrich empfindet Jiří Novák als Unrecht und will diese rächen.
Am 25. Oktober 1941 setzt er die Garage des Oberlandrats in Zlín in Brand und verübt Sprengstoffanschläge auf das deutsche Kasino und die deutsche Polizeiwache. Zudem versucht er das Gebäude des Oberlandrats in Brand zu stecken.
Jiří Novák wird am 28. Oktober 1941 festgenommen und am 20. Juli 1942 vom „Volksgerichtshof” wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung, Vorbereitung zum Hochverrat, unerlaubten Waffenbesitzes, Sabotage und Errichtung eines Schwarzsenders” zum Tode verurteilt. Die Todesstrafe wird auch mit § 3 der „Volksschädlingsverordnung” begründet und der vermeintlichen Schädigung der „Widerstandskraft des deutschen Volkes”.
Drei Monate später, am 20. Oktober 1942, wird Jiří Novák im Alter von 20 Jahren im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Jiří Novák
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Jiří Novák vom 30. April 1942
Bundesarchiv R 3017/13255
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jiří Novák vom 20. Juli 1942
Bundesarchiv R 3017/13255
Sterbeurkunde von Jiří Novák vom 21. Oktober 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

































