Bohumír Novosad

8. November 1920, Stramberg (Štramberk) – 9. Juni 1944
Bohumír Novosad kommt am 8. November 1920 in Stramberg in den Sudeten zur Welt, besucht die dortige Volksschule und erlernt das Dreherhandwerk. Im April 1940 kommt er als „Zivilarbeiter” ins Deutsche Reich und ist in verschiedenen Firmen in Berlin eingesetzt, u.a. bei der Siemens & Halske AG.
Im Februar 1944 begeht er einen Einbruch in ein bom­ben­geschädigtes Wäsche- und Strumpfgeschäft und verkauft die erbeutete Ware auf dem Schwarzmarkt. Ihm wird außerdem ein versuchter Einbruch in einem Gar­ten­luftschutzbunker in Michendorf zur Last gelegt.
Das Sondergericht III bei dem Landgericht Berlin verur­teilt Bohumír Novosad deshalb am 15. Mai 1944 auf Basis der „Volksschädlingsverordnung” zum Tode. Er wird 23-jährig am 9. Juni 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plöt­zen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Bohumír Novosad

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anordnung des Reichsjustizministers zur Vollstreckung des Urteils gegen Bohumír Novosad, 31. Mai 1944

Bundesarchiv R 3001/143481

Bescheid an den Reichsjustizminister über die Vollstreckung der Todesstrafe an Bohumír Novosad, 10. Juni 1944

Bundesarchiv R 3001/143481

Sterbeurkunde von Bohumír Novosad vom 10. Juni 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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