Jan Novotný

8. Mai 1899, Lejtschkow (Lejčkov) – 18. September 1942
Jan Novotný wird am 8. Mai 1899 in Lejtschkow geboren und tritt nach dem Besuch der Kadetten­schule in Prag in das neu gegrün­dete tschecho­slowa­kische Heer ein. Er wird zum Artil­lerie-Beo­bachter und Telefon­offizier aus­ge­bildet und steht zuletzt im Rang eines Stabs­kapitän. Nach der Errich­tung des „Protek­torats Böhmen und Mäh­ren” im Frühjahr 1939 und der erzwun­genen Auflö­sung des tschecho­slowa­kischen Heeres ist er im Arbeits­amt in Tábor beschäftigt.
Novotný ist seit Juni 1939 am Aufbau der Orts­gruppe Patzau für die Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) beteiligt. Die ON ist eine geheime Organi­sation tschecho­slowa­kischer Offiziere, die sich nach der Er­rich­tung des „Protek­torats Böhmen und Mähren” im Frühjahr 1939 bildet und deren Mit­glie­der versuchen, unter deutscher Besat­zung ein geheimes Heer auf­zu­bauen. Novotný nimmt an gehei­men Zusam­men­künften teil und versteckt in seinem Schlaf­zimmer für die ON ein illegales Sende­gerät.
Er wird im Februar 1940 festge­nommen, vom „Volks­gerichts­hof“ wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat und landes­verrä­terischer Begüns­tigung des Feindes“ zum Tode verur­teilt und am 18. September 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Jan Novotný

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Antonín Szafran und Jan Novotný vom 5. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/37934

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Antonín Szafran und Jan Novotný

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-225-19

Sterbeurkunde von Jan Novotný vom 18. September 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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