Jindřich Novotný

15. Juli 1901, Blatná – 4. September 1942
Jindřich Novotný

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Jindřich Novotný, 1940

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-525-7

Jindřich Novotný kommt am 15. Juli 1901 in Blatná zur Welt. Nach der Volks­schule erlernt er in den Škoda­wer­ken in Pilsen (Plzeň) das Schlosser­hand­werk und ist ab 1918 bei den Tschecho­slowa­kischen Staats­bahnen ange­stellt. Von 1922 bis 1924 leistet er seinen Militär­dienst. Er ist zwei Jahre lang Mitglied der Tschecho­slowa­­kischen Sozial­demo­kra­tischen Partei (SPČ) und engagiert sich in einem sozial­demo­kratischen Arbeiter­turn­verein in Pilsen.
Nach der Beset­zung der böhmischen Länder schließt sich Jindřich Novotný im März 1940 der illegalen Kommu­nis­tisch­en Partei der Tschecho­slo­wakei (KPČ) im Kreis Pilsen an. Dort stellt er zusammen mit Miloslava Gschwin­dová und Václav Průcha mehrere tausend kom­munis­tische Flug­schriften her und sorgt als Haupt­ma­terial­verteiler mithilfe zweier Unter­ver­teiler für die Ver­breitung des Materials in den Partei­gliede­rungen.
Am 3. Juni 1942 verur­teilt der „Volks­gerichts­hof” ihn mit Miloslava Gschwindová, Václav Průcha und Julius Tau­schek wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­ver­rat” zum Tode. Alle vier werden am 4. September 1942 in Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Jindřich Novotný

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Miloslava Gschwindová und andere vom 25. Oktober 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-525-3

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jindřich Novotný und andere vom 3. Juni 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-525-4

Bekanntmachung der Hinrichtung von Jindřich Novotný und anderen, plakatiert 1942 in Pilsen

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-525-3

Sterbeurkunde von Jindřich Novotný vom 4. September 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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