Aleksander Nowacki
Seine Ehefrau Johanna und er helfen Anfang März 1941 zwei aus deutscher Kriegsgefangenschaft geflohenen Briten. Sie lassen diese in ihrem Haus übernachten und geben ihnen Zivilkleidung und Lebensmittel.
Aleksander Nowacki wird am 31. Juli 1941 festgenom­men, am 14. Januar 1942 vom 2. Senat des „Volksge­richtshofs” wegen „Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt und am 10. April 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet. Seine Frau Johanna wird zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.
Dokumente
Ich bitte, mich zu begnadigen!
Zur Begründung kann ich nur das aufführen, was ich wahrheitsgemäß schon in der Verhandlung erklärt habe: ich bin völlig unschuldig. Wohl sage ich mir, daß ich hätte fragen müssen, warum die beiden Engländer die 3 Mäntel gegen einen Mantel und eine Jacke von mir eintauschen wollten. Aber ich kam müde von der Arbeit nach Hause und fand die mir unbekannten Männer bei meiner Frau, die sie nicht verstehen konnte, da sie nur polnisch spricht. Frau Trocha, die herbeigeholt wurde, hat den Wunsch der Männer, Essen zu bekommen, verdolmetscht.
In diesem Augenblick hatte ich nicht die geringsten Bedenken, da ich das Geschäft für ein einfaches, vorteilhaftes Tauschgeschäft hielt.
Frau Trocha forderte mich dann auf, meinen Namen auf einen Zettel zu schreiben. Das habe ich getan, mehr nicht. Ich sehe auch heute darin keinen Landesverrat.
Nowacki Aleksander
Gefangenenkarte von Aleksander Nowacki
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Aleksander Nowacki und andere vom 24. Oktober 1941
Bundesarchiv R 3017/38661
Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Aleksander Nowacki und andere vom 14. Januar 1942
Bundesarchiv R 3017/38661
Handschriftliches Gnadengesuch von Aleksander Nowacki vom 25. Januar 1942
Bundesarchiv R 3017/38661
Bekanntmachung der Hinrichtung von Pelagia Trocha, Aleksander Nowacki und Johann Litwicki vom 10. April 1942
Bundesarchiv R 3017/38661



























