Joachim Nowak
Mit der Abtretung seines preußischen Heimatortes an Polen nach dem Ersten Weltkrieg erlangt Joachim No­wak die polnische Staatsangehörigkeit, wird jedoch auf seinen Antrag hin durch eine Verfügung des Regierungs­präsidenten in Oppeln im Juni 1931 in Preußen eingebür­gert. Diese Einbürgerung wird im November 1935 wider­rufen, so dass Joachim Nowak ab dieser Zeit als staaten­los gilt.
Im Sommer 1935 wird er vom polnischen Nachrichten­dienst angeworben und erhält den Auftrag, die Stärke und Aufstellung des deutschen Grenzschutzes in Ratibor auszukundschaften. Dazu tritt er in den Grenzschutz ein und nimmt bis 1938 an mindestens zwei Übungen teil.
Am 12. Januar 1940 wird Joachim Nowak deswegen fest­genommen und am 22. Februar 1943 vom 4. Senat des „Volksgerichtshofs“ wegen „Landesverrats” zum Tode verurteilt. Er wird am 16. April 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Joachim Nowak
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Karte
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Joachim Nowak vom 6. November 1940
Bundesarchiv R 3017/13262
Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Joachim Nowak vom 22. Februar 1943
Bundesarchiv R 3017/13262
Sterbeurkunde von Joachim Nowak vom 17. April 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung



























