Joachim Nowak

2. Juni 1904, Lubom/Ratibor (Lubomia/Raciborz) – 16. April 1943
Joachim Nowak wird am 2. Juni 1904 in Lubom im Kreis Ratibor geboren. Er besucht die deutsche Volks­schule und erlernt das Handwerk eines Schuh­machers, arbeitet aber in Deutschland und Polen auch als Land­arbeiter und Bergmann. Er ist verheiratet und hat sechs Kinder.
Mit der Abtretung seines preußischen Heimat­ortes an Polen nach dem Ersten Weltkrieg erlangt Joachim No­wak die polnische Staats­angehörigkeit, wird jedoch auf seinen Antrag hin durch eine Verfügung des Regierungs­präsidenten in Oppeln im Juni 1931 in Preußen eingebür­gert. Diese Einbür­gerung wird im November 1935 wider­rufen, so dass Joachim Nowak ab dieser Zeit als staaten­los gilt.
Im Sommer 1935 wird er vom polnischen Nach­richten­dienst angeworben und erhält den Auftrag, die Stärke und Aufstellung des deutschen Grenz­schutzes in Ratibor auszukund­schaften. Dazu tritt er in den Grenzschutz ein und nimmt bis 1938 an mindestens zwei Übungen teil.
Am 12. Januar 1940 wird Joachim Nowak deswegen fest­genommen und am 22. Februar 1943 vom 4. Senat des „Volks­gerichtshofs“ wegen „Landes­verrats” zum Tode verurteilt. Er wird am 16. April 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Joachim Nowak

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Karte

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Joachim Nowak vom 6. November 1940

Bundesarchiv R 3017/13262

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Joachim Nowak vom 22. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/13262

Sterbeurkunde von Joachim Nowak vom 17. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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