Alois Nowakowski

17. Juni 1913, Wapno – 8. Oktober 1942
Alois Nowa­kowski erlernt nach dem Besuch der polni­schen Volks­schule das Schlosser­handwerk. Bis 1936 arbeitet er in einem Säge­werk und leistet dann seinen Militär­dienst im polnischen Heer. Er bleibt ein weiteres Jahr frei­willig im Heer und wird Unter­offizier. Danach ist er wieder als Schlosser tätig und arbeitet ab April 1940 bei den deutschen Solvay­werken in Podolin.
Im Oktober 1940 werden Florian Mazur, Mieczysław Kubisz und Alois Nowakowski zusammen mit anderen polnischen Zwangs­arbeitern nach Buchenau in Thürin­gen zur Soda­fabrik der Solvay­werke gebracht. Die drei Männer verlassen im August 1941 ihre Arbeits­stelle, fahren mit dem Zug nach Feld­kirch und über­schreiten die Grenze in die Schweiz. Ein Schweizer Grenz­beamter hält sie auf und über­gibt sie an einen deutschen Kollegen.
Den Ange­klagten wird vorgeworfen, dass sie sich der „polnischen Legion” in der Schweiz anschlie­ßen wollten. Sie werden vom „Volks­gerichts­hof” am 12. August 1942 wegen „Schä­digung des Wohls des Deutschen Volkes und landes­ver­räterischer Feindbe­günstigung sowie Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt.
Alois Nowakowski wird am 8. Oktober 1942 in Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Alois Nowakowski

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Florian Mazur, Mieczysław Kubisz und Alois Nowakowski vom 9. März 1942

Bundesarchiv R 3017/12759

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Florian Mazur, Mieczysław Kubisz und Alois Nowakowski vom 12. August 1942

Bundesarchiv R 3017/12759

Sterbeurkunde von Alois Nowakowski vom 9. Oktober 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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